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Kreis-Anzeiger vom 17.10.2005
Kefenröder Gesangverein hatte zur Halloween-Feier eingeladen - Preise für die schönsten Kostüme und für die besten Kürbisfratzen
KEFENROD (hp). Fackeln zu beiden Seiten des Weges, ein in der Ferne leuchtendes Feuer und flackernde Lichter hinter einigen Fensterscheiben - so wurden die Besucher der ersten Halloween-Feier des Gesangvereins 1868 Kefenrod an der Grillhütte empfangen. Furcht erregend aussehende Gestalten, darunter große und kleine Hexen und Zauberer, Spinnen, Gespenster und Draculas, und auch einige Kürbisse liefen zwischen Hütte und Lagerfeuer geschäftig hin und her, und die unterschiedlichsten Kürbisgesichter grinsten einen am Eingang zur Hütte an. In der Grillhütte selbst zierten Gespenster und Hexen die Wände. Verantwortlich für das gruselige Spektakel waren die Mitglieder des "Heart Chors" des Kefenröder Traditionsvereins. Sie hatten sich ein buntes Programm für die abendliche Familienfeier ausgedacht. Am Lagerfeuer erzählte Peter Wagner Gruselgeschichten für die Kinder. Zu vorgerückter Stunde kamen auch die Erwachsenen dann in den Genuss einiger düsterer Geschichten. Den Auftakt des Festes gestalteten die Kinder des Kinderchores unter Leitung von Beate Baumann. Sie sangen die Lieder "Alte Moorhexe", "Hexe Wackelzahn", "Fräulein Dracula", "Nebelhexe Wilma" und den "Dracula Rock". Auch an das leibliche Wohl war gedacht, und selbstverständlich waren die Speisen dem Anlass gemäß angerichtet. So gab es "Blutbowle" (angereichert mit rotem Saft) mit und ohne Alkohol, Würmer in Roter Soße (Nudeln in Tomatensoße), grünen Wackelpudding und leckere Crepes. Außerdem konnte Stockbrot gebacken werden. Nicht nur einige Erwachsene hatten sich als Hexen oder Spinnenfrauen verkleidet. Vor allem viele Kinder erschienen in phantasievollen Kostümen mit der passenden Maskerade im Gesicht. Schließlich gab es für die schönsten Kostüme Preise. Die gingen an die Drillinge Paulina, Sofia und Julia Schick, Maximilian Lamek, Jan und Mark Freymann, Niklas Weingärtner und Lisa Endlicher. Auch die schönsten Kürbisse wurden in einem Wettbewerb ausgezeichnet. Hier gewannen Mark Freymann, Christina, Marlene und Stefanie Kehm, Anna-Lena Rödling und Angelina Schember. Einige Preise wurden schließlich auch an diejenigen verlost, die an der Prämierung der Kostüme und Kürbisse teilnahmen. Die Veranstalter dankten in dem Zusammenhang den Sponsoren, Geschäftsleute aus der näheren Umgebung Kefenrods, für die großzügigen Spenden. Alle Kinder erhielten außerdem einige Naschereien, heißt es doch an Halloween "Trick or Treat", was soviel bedeutet wie: Wir hätten gerne etwas zu naschen oder wir spielen euch einen Streich. Dieser Brauch - die Kinder klingeln in gruseliger Verkleidung an Nachbars Türen - stammt aus den USA. Hier kehrte man vor Jahren zum alten Brauchtum zurück, denn Halloween ist ein ursprünglich keltisches Fest, und das Feiern von Halloween zog auch in unsere Gefilde ein. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November verabschiedeten Druiden den Sommer und feierten die Herrschaft des Todesfürsten Samhain. Im keltischen Kalender symbolisiert dieser Tag den Jahreswechsel. Da in dieser Nacht nach keltischem Glauben das Leben, also der Sommer, die Herrschaft für ein halbes Jahr an den Tod, den Winter, abgibt, glaubte man, dass dies ein guter Moment wäre, damit sich die Toten unter die Lebenden mischen können.
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